Der Erzähler von Andy Weirs neuem Bestseller erwacht allein in einem Raumschiff, angeschlossen an einen medizinischen Computer, und im Gegensatz zu Watney, dem Hauptcharakter aus Andy Weirs Debüterfolg „Der Marsianer“ – der zumindest seine missliche Lage verstanden hat – weiß er nicht einmal mehr seinen eigenen Namen. Schließlich findet er heraus, dass sein Name Ryland Grace ist, dass er früher Lehrer für Naturwissenschaften war und dass er der einzige Überlebende einer Mission zur Rettung der Erde ist, die von einer Wolke außerirdischer Mikroben bedroht wird, welche der Sonne Energie entziehen. Grace wurde für eine Selbstmordmission rekrutiert, um eine Lösung auf dem nächstgelegenen Stern zu suchen, der von der als Astrophage bekannten Plage nicht betroffen ist.

„Sie haben gut reden, Sie werden ja nicht umgebracht! Sie ermorden mich!“ Mir liefen die Tränen übers Gesicht. „Ich will nicht sterben. Schicken Sie mich nicht in den Tod! Bitte!“

Bei alldem hat Andy Weir einen leichten und treffenden Schreibstil, welcher das Buch trotz der vielen Zahlen und Berechnungen angenehm leserlich macht. Ein bisschen Mitdenken kann jeder, während Ryland über seine Astrophagen philosophiert. Und so behandelt «Der Astronaut» ernste Themen auf eine unbeschwerte Art. Weir hat einen Sci-Fi-Roman geschrieben, der gefüllt ist, mit faktenbasiertem Wissen und logischen Schlussfolgerungen, in denen es um unsere Zukunft geht, die Sonne, die Erderwärmung (oder eben Erdabkühlung?) und was eigentlich aus unserer Bevölkerung werden könnte. „Der Astronaut“ ist ein Meisterwerk, welches längst grosse Titel der klassischen Science-Fiction übertrumpft hat.

„Ich habe die äussere Zellwand mit einer Nanospritze durchbohrt.“
„Sie haben mit einem Stock nach ihm gestochert?“
„Nein!“, entgegnete ich. „Na gut, ja. Aber es war ein wissenschaftliches Stochern mit einem sehr wissenschaftlichen Stock.“

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