Wo die Wölfe sind
Charlotte McConaghy
Fischer S., 2022

Inti Flynn kommt nach Schottland, um Wölfe in den Highlands wiederanzusiedeln. Als Wissenschaftlerin weiß sie, dass die wilden Tiere die einzige Rettung für die zerstörte Landschaft sind. Als Frau hofft sie auf einen Neuanfang. Sie ist nicht mehr die, die sie einst war, hat sich von den Menschen zurückgezogen. Denn die Wolfsbiologin besitzt die seltene Fähigkeit, Gefühle von anderen Lebewesen körperlich nachzuempfinden. Als ein Farmer tot aufgefunden wird und eine Hetzjagd auf ihre Tiere beginnt, muss sie sich ihren Ängsten stellen: Ist der Wolf oder der Mensch die Bestie in den Wäldern? Und wird sie je wieder menschliche Nähe zulassen können – oder von der Wildnis verschlungen werden, die sie retten will? 

„Vom grossen Ganzen her betrachtet war dieser Wald vor gar nicht langer Zeit weder klein noch karg, sondern stark und berstend vor Leben. Voll üppiger Ebereschen, Espen, Birken, Wacholderbüsche  und Eichen erstreckte er sich über das weite Land, färbte die heute kahlen Berge Schottlands, bot allen erdenklichen ungezähmten Geschöpfen Nahrung und Schutz.“

Der Roman ist weit mehr als ein Wolfsmärchen! Er veranschaulicht, wie es ist, Außenseiter zu sein – aus menschlicher, wie aus tierischer Sicht – und wie viel Akzeptanz es von innen heraus braucht, um angenommen zu werden und sich selbst anzunehmen. Ein Buch, das die  Liebe zur Natur vermittelt, mitreissend und bewegend geschrieben!

Buchempfehlung von Anita Meyer